Der Medizinische Kooperationskreis Süderelbe ...

... wurde 2006 gegründet und besteht aus ärztlichen Mitgliedern des Hausarztkreises Harburg-Süderelbe, dem PNS-PraxisNetz Süderelbe, der Asklepios Klinik Harburg, der Helios Mariahilf Klinik Harburg und dem Wilhelmsburger Krankenhaus Groß Sand.

Für die Aufgaben der MeKS-Koordination und -Organisation sowie -Finanzierung zeichnet sich seit 2009 das PNS-PraxisNetz Süderelbe verantwortlich.

MeKS hat das Ziel, die Qualität in der Versorgung und der Kommunikation zu verbessern und einen reibungslosen Ablauf zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten zu schaffen. Dabei soll eine Prozessverbesserung beim Übergang der Patienten von einem in den anderen Sektor, z. B. aus dem Krankenhaus in eine Pflegeeinrichtung oder häusliche Pflege und umgekehrt erreicht werden.

Seit 2009 nehmen Vertreter aus Pflegeeinrichtungen und seit 2011 Apotheker/Innen an den MeKS-Treffen teil.

Schwerpunktthemen sind dabei das Entlassungsmanagement, die Beschaffung von Hilfsmitteln und Medikamenten für Pflegepatienten bei Entlassungen aus den Krankenhäusern mit besonderer Berücksichtigung der "Entlassungen zum Wochenende", die ambulante ärztliche Versorgung professionell betreuter Pflegepatienten, Visitenabläufe, Planung und Organisation der Dokumente für den Visiten-Arzt in den Pflegeeinrichtungen und anderes Praxisbezogene mehr.

Das Defizit an Fachärzten (vor allem Augenärzten), die bereit sind, auch in die Pflegeeinrichtungen zu kommen, stellt nicht nur im Harburger Raum ein unübersehbares Problem dar. Das MeKS hat sich diesem Problem gestellt und erarbeitet einen Lösungsansatz für die Süderelberegion (siehe Projekt PNS-Heimarzt-Modell).

In den MeKS-Arbeitssitzungen werden regelmäßig Akut- oder Problemfälle vorgestellt, diskutiert und nach gemeinsamen Lösungen bzw. Verbesserungsvorschlägen gesucht. Außerdem werden verbindliche Standards definiert, die die Teilnehmer in ihren Einrichtungen zeitnah publizieren, sodass ein reibungsloser Ablauf für das tägliche "Miteinander" im Süderelberaum gewährleistet ist.

Neben den beschriebenen Themen standen 2010 "Das frühzeitige Erkennen und Vorbeugen des Wundliegens" sowie "Austrocknung durch Abnahme der Körperflüssigkeit" als sehr wichtige pflegeorientierte Arbeitstitel auf der MeKS-Agenda. 2011 waren "Krankentransport" und "Dauermedikation" Schwerpunktthemen und 2012 fokussiert das Thema "MRSA-ESBL".